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Als der 15-jährige Iwaki Tomonori eines Mittags nach Hause kommt ahnt er noch nicht, was da auf ihn zukommt. Als hätte der Tag nicht schon mies genug begonnen. Iwaki steht auf ältere Frauen und ist in seine hübsche Lehrerin verliebt, die an diesem Tag der Klasse verkündet, dass sie in nicht allzuferner Zukunft heiraten wird. Zu allem Überfluss taucht wie aus heiterem Himmel ein 12-jähriges Mädchen auf, das behauptet, Iwakis Ehefrau zu sein. Seine Eltern haben nichts dagegen, als man ihnen erklärt, dass man für alle möglichen Kosten, die im Haus anfallen aufkommt, wenn das Mädchen, das übrigens auf den Namen Rizel hört, bei ihnen wohnen darf. Doch nur weil Iwakis Eltern sie akzeptieren heisst das noch lange nicht, dass auch er mitspielt. Dementsprechend abweisend verhält er sich ihr gegenüber, was sich schnell als Fehler herausstellen soll, da Rizel alles andere als ein normales Mädchen ist. Ihre Tränen bestehen aus Nitroglycerin, weshalb es nicht unbedingt ratsam ist, sie zum Weinen zu bringen. Aber woher kommt das Mädchen und weshalb soll ausgerechnet Iwaki ihr Ehemann sein? So bleibt ihm nun erstmal nichts anderes übrig, als mit ihr auszukommen. Doch das stellt sich als echte Geduldsprobe heraus.
"Rizelmine" ist so eine Sache für sich. Entweder man findet die 24 Episoden lange Serie witzig oder eben einfach nur albern. Das ist wie immer Geschmacksache. Die "Liebes"-Geschichte um Iwaki Tomonori und die aufgeweckte und extrem anhängliche Rizel ist zwar durch Kriterien wie beispielsweise explodierende Tränen alles andere als nachvollziehbar, was im Nachhinein aber auch nicht sein muss. "Rizelmine" scheint eindeutig zu der Art von Anime zu gehören, in der man sein Hirn am besten ausschaltet und Spaß hat, womit wir gleich beim Thema wären. Bei Recherchen zur Serie stieß ich auf Reviews zu "Rizelmine", in denen man das sehr ernste Thema der Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen in der Ehe ansprach. Natürlich ist das ein sehr ernstes und wichtiges Thema, aber dieses in Verbindung mit "Rizelmine" anzusprechen, halte ich doch für sehr übertrieben. Klar, Iwaki geht mit Rizel nicht gerade zimperlich um, aber hier handelt es sich um eine Zeichentrickserie, mit der man dieses eigentlich ernste Thema in meinen Augen überhaupt nicht ansprechen wollte. Wie man die "Gewalt" in der Serie auffasst, bleibt also jedem selbst überlassen. Wichtig ist, dass man "Rizelmine" in keinem Fall ernst nimmt und als reine, wenn auch überdrehte Comedy-Serie sieht. Neben reichlich der erwähnten Comedy und etwas Romantik wird einiges an, meiner Meinung nach, teils mehr als unnötigem Fan-Service geboten (vorallem wenn es sich dabei um ein 12-jähriges Mädchen handelt). Auch wenn der Zeichentstil hauptsächlich wie eine an Kinder gerichtete Serie wirkt, ist die Handlung allein schon durch zahlreiche Anspielungen und Zweideutigkeiten nicht für's jüngere Publikum geeignet. Optisch und Soundtechnisch gibt es hingegen eigentlich nichts zu bemängeln. Zeichnungen und Animationen sind völlig in Ordnung und auch die Synchronsprecher (der japanischen Originalfassung) leisten gute Arbeit (allen voran Yamaguchi Kappei, der Sprecher von Iwaki, der sich herrlich aufregen kann).
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Originaltitel: Rizelmine
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Episoden: 24 |
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Genre: Comedy, Romance
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Studio: m.o.e., Madhouse
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Typ: TV-Serie |
Regie: Yasuhiro Muramatsu |
Jahr: 2002 |
Charakter-Design: Miwa Oshima |
FAZIT: Wenn man ein Freund von überdrehtem Humor ist und "Rizelmine" nicht ernst nimmt, kann man hier schon seinen Spaß haben, da einige Szenen und Witze tatsächlich zünden. Die Idee trifft aber mit Sicherheit nicht jeden Geschmack.
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Crash
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